Posted by: coverguy | April 14 08

To hell with Babe Ruth!

How Babe Ruth made Manny Ramirez possible
Babe Ruth and Baseball in the Carribean. No correlation? Think again. Ruth was beloved in Japan.



George Herman Ruth Jr. bekannt als ‘Babe Ruth’ und Homerun Leader der Major League. Sein Rekord wurde erst 1974 von Hank Aaron gebrochen. 39 Jahre nach Ruth’s Karriere Ende. Was über den kräftigen Maryländler nicht jeder weiß war seine Arbeit als Baseballbotschafter in Asien. Ruth wurde von Tausenden Japanern bejubelt und geliebt, die ihn mit seinen 188 Zentimetern und 97 Kilogramm wohl für Gulliver hielten. Er blieb ihnen so stark in Erinnerung dass Japanische Truppen während des zweiten Weltkrieges, auf Suche nach dem ultimativen Schimpfwort für ihre Amerikanischen Gegner, mit “To hell with Babe Ruth!” den Lärm der Geschosse übertönten. Ruth konnte nicht ahnen dass er in einem Krieg zu einem Schimpfwort wird, aber seine Hoffnung das Spiel global zu verbreiten ging auf.

Am Opening Day 2008 waren 750 Spieler in den Rostern der MLB Teams. Davon 166 (22,1%) nicht in den Staaten der USA geboren. 147 in Latein America und 19 in Asien (14 aus Japan). Baseball hat sich in Südamerika so rapid verbreitet dass es in der Domikinaschen Republik, die mit 9,760,000 Einwohnern etwa im Bereich von Österreich liegt, als populärster und wichtigster Sport gilt. Wenn man David Ortiz, Manny Ramirez, Vladimir Guerrero, oder Pedro Martinez als Vorbild hat, und gleichzeitig lebendes Beispiel dafür was mit dem Sport erreicht werden kann, ist es wohl kein Wunder dass viele Kinder in der Dominikanischen Republik dem Traum von den Big Leagues nachgehen.

Den Traum von der ABL hat keiner von ihnen, nichtsdestotrotz haben in den letzten Jahren viele ‘Latin Players’ Farbe in die Baseball Szene in Österreich gebracht. Für sie ist Baseball nicht nur ein Spiel, es ist auch Teil ihrer Kultur. Und wie man es von lateinischen Heißblütern gewöhnt ist, leben sie jeden Teil ihres Lebens sehr kräftig und manchmal auch sehr animiert. Ob es Salsa, oder Baseball ist, oder eine sehr laute, und lange Diskussion über den vorangegangenen Spielzug, die immer wieder von einem leidenschaftlichen Lachen der Beteiligten beendet wird.

Die Spenadlwiese war am gestrigen Tag voll. So voll dass der Hügel fast zusammenbrach. Der Umpire hat zu mir erwähnt: “Das ist für sie als wären sie am Marktplatz”. Und genau so hat es sich angefühlt. In jedem Augenblick konnte man zwischen mindestens 5 Konversationen wählen, die alle vom Spielfeld aus zu verfolgen waren. Leider konnten die Bandits diese Energie nicht umsetzen. Ihre Spieler sind sehr athletisch und haben mit vielen großartigen Plays überrascht. Aber es fehlt ihnen noch an Disziplin. Probleme bei der Anreise haben ein Pre-Game Infield-Outfield verhindert und so kam es im ersten Spiel zu 2 Kollisionen an der Platte, da die Metrostars den Liga-Neuling nicht einschätzen konnten. Beide Crashes waren extrem spektakulär, der Bandits Catcher wurde ca. 2 Meter nach hinten geschleudert und konnte beide Male den Ball festhalten. Er meinte: “Solche Plays machen den Spaß am Baseball erst aus”. Mir ist ein Double im Gap lieber als überrollt zu werden, aber es gehört zweifellos zum Spiel. Baseball ohne geschleuderte Catcher ist wie Eishockey ohne Schlägereien, oder Tichy Marillenknödel ohne die fruchtige Mitte. Und die Lautstärke im Publikum stieg kurzzeitig zu einem Liverpool Heimspiel-Level an.

Was den Linzern momentan fehlt ist Pitch-Selection an der Platte. Das ist in meinen Augen der größte Unterschied zwischen ABL und BBL. Bandits Schläger haben oft auf schlechte Pitches geschwungen, was man damit vergleichen kann beim Pokern mit einer 2-7 Hand viel Pre-Flop zu setzen. Länger im Count bleiben ist nicht nur wegen Walks von Vorteil, der Pitcher muss mehr werfen und wird schneller müde. Walks führen auch zu Pitches die leichter zu Schlagen sind, da der Pitcher sich mehr darauf konzentriert einen Strike zu werfen, als den Ball auf der Kante zu platzieren. Wenn die Bandits diesen Teil ihres Spiels verbessern und ihr Pitching stärken, werden sie Erfolg finden.

Zwei Jahre nach dem Babe Ruth und 14 andere Spieler die Japan Tour bestritten wurde die erste japanische Profi-Liga gegründet. Baseball war schon Jahrzehnte lang populär und die genannte Tour konnte die Beliebtheit weiter anheben. Nächstes Jahr soll der Baseball World Cup nach Europa kommen. Dieses Turnier wird Teams wie USA, Mexiko, Japan, und vielleicht auch die Dominikanische Republik bis fast vor die Grenzen Österreichs bringen. (Eine Gruppe soll in Regensburg, Deutschland gespielt werden.) Europa und Österreich sind bereit dafür. Hoffen wir drauf dass Geschichten über Ruth’s Schwünge bald durch die Alpentäler hallen.

Links:

http://en.wikipedia.org/wiki/Babe_Ruth

http://en.wikipedia.org/wiki/Major_league_baseball

http://en.wikipedia.org/wiki/Dominican_Republic

http://www.mister-baseball.com/ibaf-baseball-world-cup-2009-in-europe/


Responses

  1. What makes baseball different in Latin countries compared to the rest of the world is one thing, they play all day. in a lot of latin countries kids do not have to go to school at all. They play baseball all day all night. Then in the Dominican and Puerto Rico, when a kid is 16 he can sign and go to the acadamies there and do what…… Play all day and all night.
    In Latin countries it is there way to a better life, in the other countries it is a sport a lifestyle for sure but not our only hope.
    I think that is why from a country of 10mill you get so many players…
    Again just my opinion, but I have heard this from many of scouts and coaches as well, I tend to agree.

  2. Thanks for the comment Jason!

    I think you’re very right, and I wanted to leave that part out of it, there’s much more to that than I know or can think of.
    I hope I stressed that it was great to have so many people out at the ballgame, having fun and socializing. I hope the carribean community will come out to the park more often!

  3. I’ll definitely agree with you Jason. You could also see this in the past and even now in the eastern euopean countries. They have many good people in sports because it’s their only chance for a better life.
    Here in Austria we live in a rich and secure country. There is no need to work hard in any sport to make your leaving. Yes, we have people who work hard in sports because they love their sport and want to succeed.

  4. Eine richtig gute Baseballstory- und im eigentlichen Sinn des Wortes nicht nur “Schwarz oder weiß” – bitte REGELMÄßIG MEHR DAVON !!

    Best Emil

  5. great job with that site. keep up the great work!
    even though i am surrounded here in florida with baseball year round, i love to read about insights of the abl and baseball austria in general. the internet is the only way to keep up with the league and just checking the results every weekend isn’t satisfying at all. columns like yours make me feel
    much closer to the action! love to read much more of that. thanks!!!
    regards
    chris


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