Ein unabhängiger Sportjournalist schrieb in einer Feldkircher Wochenzeitung über 600 Stück. Nicht ganz die Hälfte wird’s wohl wirklich gewesen sein. Über den sonnigen Baseballnachmittag verteilt.
Die Rede ist von den Zusehern, die zum ersten Bundesligaheimspiel der Feldkirch Cardinals pilgerten und Zeuge von zwei spannenden und hochklassigen Baseballspielen wurden. Weit über 200 Besucher – das gab’s in Feldkirch noch nie! Warum diesmal? Es steckt einige Arbeit der Cardinals dahinter…
Maskottchen noch namenlos
Das Ergebnis der beiden Spiele, ein gerechter Split, war für manche nur Nebensache. Der geheime Star war augenscheinlich das neue Maskottchen der Cardinals. Bis heute fehlt ein würdiger Name für den bunten Cheerleader. Dieser hätte nach dem zweiten Spiel unter den anwesenden Gästen bestimmt werden sollen, was in aller Aufregung jedoch gänzlich vergessen wurde.
An kreativen Vorschlägen mangelte es nicht! Von „Lord of the Bases“ bis hin zu „Cardinal Schönborn“ war alles mit dabei.
Wer hinter dem Ganzkörperkostüm steckt? Eine Feldkircherin hatte im wahrsten Sinne des Wortes wohl einen „Vogel“, als ihr zu später Stunde bei der letztjährigen Weihnachtsfeier „unter Freunden“ die Idee kam. Aus der scheinbar verrückten Idee wurde spätestens Ernst als eine Schneiderin gefunden wurde. Die Sache nahm ihren Lauf.
Beim zweiten Heimspiel gegen die Geese musste der Cardinal leider in seinem Käfig bleiben. Doch schon beim nächsten Kräftemessen vor eigenem Publikum gegen die Blue Bats wird das Maskottchen wieder flügge werden.

Das Geheimnis: Baseball erleben!
Dass vor den Bundesligaspielen die Jugendmannschaft gegen Dornbirn spielte, brachte nochmals zusätzliche Fans ans Feld. Eltern, Geschwister, Omas, Opas. Alle blieben und wollten dabei nicht nur das Maskottchen sehen. Eine kleine Tombola, eine Zeichenecke für Kinder, ein Fanstand, Musik mit Stadionsprecher sowie Köstlichkeiten vom Grill und die Vorstellung unserer Kindermannschaft in der Pause zwischen den Spielen machten den Baseballtag zu einem Erlebnis.
Wer als Spieler den Unterschied zwischen vollen und leeren Rängen kennt, weiß von was ich spreche. Viele Zuschauer, da macht das Spielen richtig Spaß. So soll es sein. Haben die Akteure Spaß am Feld sowie die Zuseher Freude am Sport und dem Drumherum, war es für alle ein gelungener Tag am Baseballplatz.
Dann wird es vielleicht beim nächsten Heimspiel wirklich 600 Köpfe – und nicht Beine geben. Die Cardinals arbeiten zumindest daran.





